Private Ladeinfrastruktur – bequem im Betrieb oder am Arbeitsplatz laden
Sie wollen in Ihrem Betrieb oder an Ihrem Arbeitsplatz das Laden von Elektroautos am Mittel- oder Hochspannungsnetzanschluss ermöglichen? Dafür muss sichergestellt sein, dass Ihre vertragliche Leistung ausreicht. Sollte die Reserve zu klein sein, unterbreiten wir Ihnen auf Wunsch ein Angebot zur Erweiterung der vertraglichen Leistung Ihres Anschlusses.
Auf dieser Seite haben wir die wichtigsten Informationen und Formulare für Sie zusammengetragen und unterstützen Sie und den von Ihnen beauftragten Fachbetrieb.
Was alles zu beachten ist
Die wichtigsten Hinweise für Planung, Errichtung, Beantragung und Inbetriebgabe - sowohl für die Anwender als auch für die Fachbetriebe - haben wir Ihnen in einem Informationsblatt zusammengefasst.
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Informationsblatt: Anschluss privater oder nicht öffentlicher Ladeinfrastruktur
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Dateityp: PDF | Größe: 358.97 KB
In wenigen Schritten bereit zum Laden
Bedarf abschätzen und intelligentes Laden prüfen
Überlegen Sie im Vorfeld, welche Infrastruktur Sie in Zukunft benötigen. Planen Sie als Betrieb gleich mehrere Elektroautos anzuschaffen und benötigen dafür mehrere Ladepunkte? Wie viel Strom benötigt Ihr Auto bzw. ihre Autos? Wie viel Zeit haben Sie zum Laden?
Entsprechend groß fällt dann der Leistungsbedarf aus.
Bedenken Sie die Anforderungen in den kommenden Jahren mit.
Technische Anforderungen für intelligente Steuerung
Grundvoraussetzungen für die Steuerung der Ladeinfrastruktur sind eine Kommunikationsschnittstelle zwischen der Ladeeinrichtung und einem zentralen Verwaltungssystem (Backend des Ladepunktbetreibers oder der Stromnetz Hamburg GmbH) und eine Kommunikationsanbindung (über SIM-Karte oder Router) an jenes System.
Melden Sie sich bei uns
Füllen Sie den Antrag zum Anschluss von Ladeinfrastruktur für Elektromobilität aus. Hierbei kann Sie Ihr Fachbetrieb unterstützen.
Senden Sie den ausgefüllten Antrag per Mail an die Ihnen bekannten Ansprechperson oder ermitteln Sie ganz einfach über unsere Postleitzahlensuche, wer für Sie zuständig ist.
Wir prüfen Ihre Angaben
Bei einem vorhandenen Anschluss prüfen die Hamburger Energienetze, ob die Reserve zwischen Ihrer vertraglichen Leistung und Ihrer tatsächlich benötigten Leistung ausreichend ist, um die geplante Ladeinfrastruktur mitzuversorgen. Wenn die Leistung ausreicht, erhalten Sie von uns grünes Licht für Ihre Ladeinfrastruktur – gegebenenfalls mit technischen Vorgaben. Ist Ihre Reserve zu klein, unterbreiten wir Ihnen auf Wunsch ein Angebot zur Erweiterung der vertraglichen Leistung des Anschlusses. Erst danach kann es losgehen.
Bei einem Neuanschluss beantragen Sie die Ladeleistung von Anfang an mit. Daher entfällt eine Prüfung und es kann sofort losgehen.
Jetzt geht's los
Der Fachbetrieb installiert die Ladeinfrastruktur. Wenn Sie sich bei Ihrer Anlage für einen eigenen Stromkreis mit einem eigenen Zähler entscheiden, beantragen wir für sie intern die Messung. Sobald uns die Marktlokations-ID (MALO) vorliegt, teilen wir Ihnen diese mit und beauftragen die Messung. Mit der MALO können sie dann die Lieferantenanmeldung vornehmen. Sobald uns diese Anmeldung vorliegt, installieren wir den Zähler.
Die Installationen im Überblick
Die Leitung und der Stromkreisverteiler bzw. Niederspannungshauptverteilung
Wir empfehlen, Ladestationen über einen eigenen Stromkreis und einen gesonderten Zähler zu installieren. Mit einem eigenen Stromkreis können Sie innovative Ladekonzepte nutzen. So wird zum Beispiel Ihr Elektroauto zum Stromspeicher. Außerdem können Sie besondere Autostrom-Tarife wählen. Fragen Sie dazu bitte bei Ihrem Stromlieferanten nach. Die Hamburger Energienetze sind verantwortlich für das Netz – aber kein Stromlieferant.
Die Wallbox oder Ladesäule
Die Wallbox wird an der Wand montiert. Die Ladesäule wird freistehend aufgestellt. Beide werden jeweils mit 230 oder 400 Volt und 16 bis 32 Ampere angeschlossen. Das für Sie passende Modell installiert Ihnen Ihr Fachbetrieb. Wir benötigen von Ihnen lediglich einen entsprechend ausgefüllten Antrag.
Der Stecker, der zum Auto passt
TIPP: Achten Sie bei der Installation Ihrer Wallbox / Ladesäule unbedingt darauf, dass der Ladestecker mit Ihrem Auto zusammenpasst. In Europa ist der Typ-2-Stecker Standard, in asiatischen und amerikanischen Modellen wird vereinzelt der Stecker vom Typ 1 verwendet.
Steuerbarkeit der Ladeinfrastuktur
Gemäß der für das Verteilnetz in Hamburg geltenden Anschlussbedingungen sind Wallboxen, Ladesäulen und/oder Lastmanagementsysteme mit einer Schnittstelle zur Steuerung durch den Netzbetreiber auszustatten. Außerdem sind die Technischen Regeln für den Anschluss von Kundenanlagen an das Mittel- und Hochspannungsnetz (VDE-AR-N 4110 oder VDE-AR-N 4120) zu beachten. Es handelt sich dabei um eine Maßnahme, um auch in Zukunft einen sicheren, stabilen und zuverlässigen Betrieb des Verteilnetzes in Hamburg für alle Nutzer zu gewährleisten. Hierzu muss ihre Wallbox, Ladesäule bzw. ihr Lastmanagementsystem folgende Voraussetzungen erfüllen:
- Vorhandensein einer Kommunikationsschnittstelle zwischen der Ladeeinrichtung und einem zentralen Verwaltungssystem (Backend bspw. eines CPOs oder der Hamburger Energienetze GmbH)
- Fähigkeit einer Kommunikationsanbindung an das entsprechende zentrale Verwaltungssystem