So kommt der Strom zu Ihnen
Der Weg des Stroms ist vergleichbar mit einem Straßennetz. In Deutschland transportieren vier Übertragungsnetzbetreiber den Strom über "Autobahnen" zu rund 900 Verteilnetzbetreibern. Aufgabe der Übertragungsnetzbetreiber ist die Versorgung des Bundesgebietes über überregionale Stromnetze. In Hamburg wird die elektrische Energie dann über unser Verteilnetz über "Bundesstraßen" zu den einzelnen Netzstationen weitergeleitet und versorgt somit schlussendlich auch Sie zu Hause mit Strom.
Unser Hamburger Netzgebiet
Welche Spannungsebenen gibt es?
Die elektrische Energie kommt mit 380.000 Volt in unserem Versorgungsgebiet an. Über drei Hauptumspannwerke wird die elektrische Energie in 110 kV umgewandelt. In 55 Umspannwerken in ganz Hamburg wird der Strom dann von der Hochspannung (110 kV) auf Mittelspannung (10 kV) transformiert. Das Mittelspannungsnetz transportiert den Strom zu großen Firmen aus Industrie, Gewerbe und Dienstleistung sowie zu rund 7.800 Kunden- und Netzstationen.
Die Netzstationen wiederum wandeln die elektrische Energie in Niederspannung (0.4 kV) um und leiten sie über Verteilerschränke an die Hausanschlüsse weiter. Von dort werden dann die Wohnungen und Büros versorgt.
Wohnquartiere oder Mehrfamilienhäuser können auch mit einem Blockheizkraftwerk für die Stromversorgung ausgestattet sein. Überschüssig produzierter Strom kann wieder in unser Verteilnetz eingespeist werden.
Wie sicher ist meine Stromversorgung?
Sage und schreibe 30.000 Kilometer misst unser Stromnetz. Heute fließen jährlich rund 11 Milliarden kWh elektrische Energie durch unser Netz.
Wir versorgen rund 1,2 Millionen Privat-, Gewerbe- und Industriekunden mit Strom. Und das höchst zuverlässig. Das untermauern die Statistiken zur Versorgungsqualität. Danach erzielen wir regelmäßig Bestwerte. Die Folge: Die Hamburger Bevölkerung ist seltener und kürzer von Stromausfällen betroffen als andere Bundesbürgerinnen und Bundesbürger.
Um die Versorgungunterbrechung im Netz möglichst gering zu halten, können unsere Netzstationen grundsätzlich von zwei Seiten (Ringstruktur) versorgt werden.
Was passiert bei Störungen?
Unsere Netzführung ist die Schaltzentrale des Hamburger Verteilnetzes und damit auch für die technische Notfall- und Störungsannahme zuständig.
Von hier aus steuert und überwacht ein Team, dessen Mitglieder im Umgang mit kritischen Netzsituationen bestens geschult sind, rund um die Uhr sämtliche im Verantwortungsbereich der Netzführung liegenden Anlagen im Hamburger Stromnetz.
Im Falle einer Störung der Stromversorgung (zum Beispiel durch Bauarbeiten), ist die technische Notfall- und Störungsannahme die zentrale Anlaufstelle. Hier werden alle Maßnahmen zur Störungsbeseitigung zentral koordiniert und die Versorgung schnellstmöglich wiederhergestellt.