Netzausbau und
Netzentwicklung
Eine pulsierende Metropole wie Hamburg stellt hohe Anforderungen an die Versorgungsqualität. Wir halten unser Stromverteilnetz deshalb nicht nur instand, sondern modernisieren und bauen es immer weiter aus. Schließlich wächst die Stadt ebenso wie die Komplexität der gesamten Energielandschaft im Zuge der Energie- und Wärmewende. Als wesentlicher Akteur der urbanen Energiewende haben wir bereits in den vergangenen Jahren ein umfangreiches Investitionsprogramm gestartet, das wir weiter fortsetzen werden.
Bei unseren Aktivitäten im Bereich Netzausbau und -entwicklung haben wir den prognostizierten Lastanstieg ebenso im Blick wie die weiter steigende Anzahl von dezentralen Erzeugungsanlagen und elektrischen Verbrauchern, die an das Netz angeschlossen werden müssen. Darüber hinaus finden erste Projekte zur Wasserstoffelektrolyse oder zur Stromspeicherung in unseren Planungen Berücksichtigung. Neben dem Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und der Herstellung von Landstromanschlüssen stellt dies das Stromnetz vor enorme Herausforderungen. Bis zum Jahr 2040 rechnen wir annährend mit einer Verdoppelung der Höchstlast.
Erneuerung der 110-kV-Schaltanlage Hamburg Nord
Die Schaltanlage Hamburg-Nord wurde 1974 errichtet und versorgt die Stadt Hamburg seitdem zuverlässig und störungsfrei. Die Anlage ist eine von drei Kopplungspunkten zum vorgelagerten Höchstspannungsnetz des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz und zählt damit zur tragenden Säule der Energieversorgung in der Hansestadt. Die sichere Funktionsfähigkeit der 110-kV-Schaltanlage ist die Basis für die Aufrechterhaltung der Stromversorgung und einer hohen Versorgungssicherheit.
Damit das trotz rasantem Wachstum des Strombedarfs der Stadt auch so bleibt, wird die Anlage einer kompletten Erneuerung und Erweiterung unterzogen. Ziel ist es, die Schaltanlage für die Zukunft fit zu machen und für zukünftigen Erweiterungsbedarf zu rüsten. Die Erneuerung der Schaltanlage ist bereits im Gange und wird voraussichtlich im Jahr 2027 abgeschlossen sein.
Erneuerung des Umspannwerks Langenhorn
Im Umspannwerk Langenhorn werden die Kabel erneuert und es wird ein Wechsel der Spannungsebene von 25 kV auf 110 kV vorgenommen. Dies erhöht die Leistungsfähigkeit des Umspannwerks deutlich. Neben dem Neubau des Umspannwerksgebäudes werden an dem Standort unter anderem zwei 110-kV-Schaltfelder neu errichtet. Die Baumaßnahmen an dem neuen Umspannwerk werden voraussichtlich Ende 2024 abgeschlossen, allerdings wird das bestehende Umspannwerk bis etwa 2027 in Betrieb bleiben.
Neubau von zwei Hochspannungskabeln nach Langenhorn
Vor dem Hintergrund der fortlaufenden Erneuerung und Modernisierung des Hochspannungsnetzes auf der 110-kV-Ebene haben wir ein Projekt zum Neubau von zwei Hochspannungskabeln vom Verteilknoten Poppenbüttel zum Umspannwerk Langenhorn gestartet.
Ziel der Modernisierung durch die neuen Kabel ist sowohl die Aufrechterhaltung der Versorgungszuverlässigkeit als auch die Erweiterbarkeit des Umspannwerkes Langenhorn. Weitere Informationen zu unseren Baumaßnahmen in Langenhorn finden Sie hier.
Neubau eines neuen Hochleistungskabels zum Knoten Jenfeld
Im Rahmen der fortlaufenden Weiterentwicklung unserer Netzkomponenten wird für das 110-kV-Netz ein neues Hochleistungskabel zum Hochspannungsverteilknoten in Jenfeld geplant.
Die Kabelverbindung ist eines von mehreren Projekten, bei denen erstmals Hochleistungskabel im Einsatz sind, um unter anderem die Anzahl erforderlicher Kabelstrecken und damit auch die Anzahl der Baustellen zu reduzieren.
Nach Abschluss weiterer verknüpfter Leitungsbauprojekte wird die neue Kabelverbindung zum Beispiel auch den Rückbau der Freileitung, welche bisher die Bereiche Jenfeld und Tiefstack verbindet, ermöglichen.
Erneuerung des Mittel- und Niederspannungsnetzes
In mehreren Stadtteilen – zum Beispiel Eilbek, Bahrenfeld und Hoheluft – erneuern wir derzeit umfassend die Netzareale. Aber auch über das ganze Stadtgebiet verteilt erneuern und erweitern wir unsere Leitungen und Anlagen.
Schritt für Schritt werden wir im Zuge der Baumaßnahmen, die wir eng mit anderen Infrastrukturunternehmen und den Behörden abstimmen, das gesamte Mittelspannungsnetz in unseren Netzstationen fernsteuerbar ausrüsten. Hierdurch werden wir langfristig in der Lage sein, auf Störungen im Mittelspannungsnetz sehr schnell reagieren zu können. Das ist zukünftig wichtiger denn je, da die Bereiche Verkehr und Wärme noch stärker auf das Stromnetz angewiesen sein werden.