Private Ladeinfrastruktur – bequem zuhause laden
Wenn Sie im Hamburger Stadtgebiet eine private oder nicht öffentliche E-Ladeeinrichtung installieren lassen möchten, dann müssen wir als städtischer Verteilnetzbetreiber darüber informiert werden.
Denn sowohl das Hausanschlusskabel als auch der Hausanschlusskasten müssen die technischen Voraussetzungen für Ihre geplante E-Ladeeinrichtung erfüllen. Dafür sind wir zuständig. Deshalb prüfen wir Kabel und Anschlusskasten im Vorfeld und erweitern sie – wenn notwendig – in Ihrem Auftrag.
In wenigen Schritten bereit zum Laden
Bedarf abschätzen
Überlegen Sie schon heute, welche Ladeinfrastruktur Sie in Zukunft benötigen. Wie viel Strom verbraucht Ihr Auto? Wie viel Zeit haben Sie zum Laden? Planen Sie eventuell, später ein zweites Elektroauto anzuschaffen? Wenn Sie schon heute ein wenig an die Zukunft denken, ersparen Sie sich später unnötige Arbeit und Kosten.
Elektroinstallation prüfen
Ziehen Sie im Vorfeld unbedingt einen Elektrofachbetrieb hinzu. Dieser prüft, ob Netzanschluss, -kabel und Leitungen Ihrer Elektroinstallation der Belastung gewachsen sind und informiert Sie über eine eventuell notwendige Erweiterung.
Strombedarf kalkulieren und intelligentes Laden prüfen
Für den Fall, dass Sie mehrere Ladepunkte in Ihrer Garage planen, muss Ihr Hausanschluss gegebenenfalls entsprechend erweitert werden. Nur so können alle Ladepunkte gleichzeitig betrieben werden. Zusätzlich können Sie ein sogenanntes Lastmanagement einsetzen. Dieses intelligente System regelt, wo die Energie hinfließt. Wenn Sie zum Beispiel im Haus den Backofen anschalten, kann das Laden Ihres Elektroautos währenddessen unterbrochen werden. Voraussetzung ist, dass die elektrischen Geräte, Ladepunkte und das zentrale Managementsystem miteinander kommunizieren können.
Reduzierte Netzentgelte nach § 14a EnWG
Für den Anschluss von E-Ladepunkten mit einer Netzanschlussleistung > 4,2 kW muss die Steuerbarkeit der Ladeinfrastruktur gewährleistet werden.
Der Netzanschlussnehmer oder die Netzanschlussnehmerin muss die Anlage als steuerbare Verbrauchseinrichtung anmelden. Als Gegenleistung erhält dieser oder diese reduzierte Netzentgelte nach § 14a EnWG. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.
Melden Sie sich bei uns
Sind alle Voraussetzungen erfüllt, müssen Sie nur noch den Antrag zum Anschluss Ihrer Ladeinfrastruktur für Elektromobilität ausfüllen. Dabei kann Sie der Elektrofachbetrieb Ihrer Wahl unterstützen. Die Beantragung erfolgt einfach und digital über das Hausanschluss-Portal Hamburg.
Sollte Ihr Haus noch nicht an das Stromnetz angeschlossen sein, dann beantragen Sie bitte zusätzlich einen Hausanschluss. Denken Sie bitte daran, bei der Beantragung des Hausanschlusses Ihre Anschlussleistung inklusive der Ladeleistung zu berücksichtigen.
Wir prüfen Ihr Anliegen
Wenn uns Ihr Antrag vorliegt prüfen wir, ob Ihr vorhandener Stromanschluss ausreichend ist, um die private oder nicht öffentliche Ladeinfrastruktur zu versorgen. Wenn die Leistung ausreicht, erhalten Sie von uns grünes Licht – gegebenenfalls mit technischen Vorgaben. Sollte die Größe Ihres Hausanschlusses nicht ausreichen, unterbreiten wir Ihnen auf Wunsch ein Angebot zur Erweiterung Ihres Anschlusses.
Jetzt geht's los
Nun kann der Elektrofachbetrieb die Ladeinfrastruktur einbauen. Bitte bedenken Sie: Sollten Sie sich bei der Anlage für einen eigenen Stromkreis mit einem zusätzlichen Zähler entscheiden, müssen Sie die Inbetriebsetzung des neuen Zählers beantragen.
Zur Beantragung des Zählers nutzt Ihre Installateurfachkraft das Zählermontageportal.
Sie sind ein Elektrofachbetrieb?
Bei uns bereits registrierte Elektrofachbetriebe können im Netzanschluss-Portal Plus ihre Netzanschlussaufträge organisieren und bearbeiten. Das Netzanschluss-Portal Plus ist eine Erweiterung des Hausanschluss-Portal Hamburg und macht Schluss mit der Zettelwirtschaft.
Die Installationen im Überblick
Die Leitung und der Stromkreisverteiler
Wir empfehlen, Ladestationen über einen eigenen Stromkreis und einen gesonderten Zähler zu installieren. Mit einem eigenen Stromkreis können Sie von innovativen Ladekonzepten profitieren, zum Beispiel Ihr Elektroauto als Stromspeicher einplanen. Außerdem ermöglicht Ihnen ein eigener Stromkreis, spezielle Autostromtarife zu nutzen. Ob und wie das möglich ist, erfahren Sie von Ihrem Stromlieferanten.
Bitte bedenken Sie, dass die erforderliche Datenverbindung (mindestens CAT5-Leitung oder zugfähige und durchgängige Installationsrohrverbindung) zum Ladepunkt von einem Fachbetrieb in Anlehnung an die Vorschrift DIN 18015-1 im Vorfeld einzurichten ist.
Die Wallbox
Die sogenannte Wallbox wird fest montiert. Sie wird – ähnlich wie ein Elektroherd oder eine Waschmaschine – über einen separaten Stromkreis mit 230 oder 400 Volt und 16 bis 32 Ampere an Ihre Elektrik angeschlossen. Mit einer Wallbox können Sie Ihr Elektroauto zuhause schnellstmöglichst und sicher aufladen. Die Wallbox fällt wie andere elektrische Einrichtungen in Ihrem Gebäude in Ihren Verantwortungsbereich. Das für Sie passende Modell installiert Ihnen Ihr Fachbetrieb. Wir benötigen von Ihnen lediglich einen entsprechend ausgefüllten Antrag.
Der Stecker fürs Auto
Achten Sie bei der Installation Ihrer Wallbox unbedingt darauf, dass der Ladestecker mit Ihrem Auto zusammenpasst. Tipp: In Europa ist der Typ-2-Stecker Standard, in asiatischen und amerikanischen Modellen wird vereinzelt der Stecker vom Typ 1 verwendet.