Hamburger Energienetze setzen Maßstäbe
Vorreiterrolle beim «Netzführerschein» für die Hoch- und Mittelspannung
Hamburg. Auch unter hohem Druck schnell und besonnen reagieren, komplexe Aufgaben analysieren und den Überblick behalten – all das zeichnet die Menschen aus, die den Stromnetzbetrieb von Leitwarten aus überwachen. Sie kümmern sich bei Störungen darum, dass Hoch-, Mittel- und Niederspannungsleitungen die Energie über Umspannwerke und Netzstationen schnell wieder zu den Kundinnen und Kunden leiten.
Zwei dieser Spezialisten der Hamburger Energienetze haben nun als erste Absolventen die neu geschaffene Prüfung zum «TÜV Rheinland geprüfte Netz- und Systemführer – HS» bestanden.
Der «Netzführerschein» sorgt dafür, dass Kompetenzen für die Arbeit im sicherheitsrelevanten Bereich der Netzführung jetzt auch mit einem Zertifikat hinterlegt werden können. Diejenigen, die den «Netzführerschein» in der Tasche haben, können eine Qualifikation vorweisen, die für die deutschen Netzbetreiber in Zukunft eine immer größere Rolle spielen wird.
Dr. Bernd Benser, Geschäftsführer der critisLAB GmbH: «Wenn alle Netz- und Systemführer an einem elektrophysikalisch verbundenen System arbeiten, dann ist es auch notwendig und zwingend, dass alle über den gleichen Zeichenvorrat, über die gleiche Ausbildung verfügen. Genau das dokumentiert das Zertifikat des TÜV Rheinland.»
Dr. Peter Wolffram, Geschäftsführer «Unternehmen und Kunde» bei der Hamburger Energienetze GmbH:«Die Standardisierung der Ausbildung mit dem „Netzführerschein“ ist gerade in der heutigen Zeit sehr wichtig. Denn die Anforderungen an die Hochspannungsnetze und auch die Herausforderungen für die Netzführer steigen. Das neue Zertifikat ist für die HNE ein zusätzliches Qualifizierungswerkzeug. Und für unsere Spezialistinnen und Spezialisten in der Netzsteuerung ist es ein Nachweis ihrer Kompetenzen, der ihnen in ihrer beruflichen Laufbahn viele Türen öffnet.»
Um die Kompetenz, bei Störungen schnell und routiniert Lösungen zu finden
auch in einem zertifizierten Verfahren abzubilden, haben die Hamburger Energienetze GmbH in Zusammenarbeit mit der Stromnetz Berlin GmbH und der E.DIS Netz GmbH den Schritt hin zu einer Standardisierung der Netzführungs-Ausbildung in der Hoch- und Mittelspannung gemacht.
Dafür hatten die drei Netzbetreiber die critisLAB GmbH beauftragt, zusammen mit zahlreichen anderen Netzbetreibern einen Branchenstandard zu entwickeln und diesen Standard mit dem «TÜV Rheinland PersCert» in einem Zertifizierungsverfahren zu verankern. Das Team um critisLAB-Geschäftsführer Dr. Bernd Benser hatte dafür die bestehenden Ausbildungsinhalte von über 30 Netzbetreibern evaluiert und harmonisiert.
Der neue Standard „TÜV Rheinland geprüfte Netz- und Systemführer - HS“ basiert auf dem im Vorfeld erarbeiteten Anforderungsprofil an die Netzführung im Jahr 2030 und ist damit ein zukunftssicheres Zertifikat für die Menschen, auf die es im Ernstfall ankommt.
Rückfragen bitte an die Pressesprecher der Hamburger Energienetze oder an:
Dr. Bernd Benser
Geschäftsführer
critisLAB GmbH
+49 (0) 33439 422 39 0
bernd.benser@critislab.de