Geruch der sicheren Gasversorgung
Hamburger Energienetze wechseln Odoriermittel
Die Nase als Frühwarnsystem – das hat bei der Gasversorgung eine lange Tradition. Weil Erdgas von Natur aus geruchlos ist, setzen ihm Netzbetreiber wie die Hamburger Energienetze einen Geruchsstoff zu.
Sollte an Gasgeräten oder deren Installationsleitungen eine Leckage auftreten, steigt dieses so genannte Odoriermittel Verbraucherinnen und Verbrauchern sofort in die Nase. Aus organisatorischen Gründen wird dafür in Hamburg ab Oktober ein neues, aber ebenso altbewährtes Mittel eingesetzt: Tetrahydrothiophen, kurz: THT. Wie sein Vorgänger riecht der neu eingesetzte Warngeruch nach faulen Eiern.
«Die Odorierung von Erdgas ist ein bewährtes Verfahren, um die Nutzerinnen und Nutzer auf mögliche Leckagen hinzuweisen», sagt der technische Geschäftsführer der Hamburger Energienetze Michael Dammann. «Schon kleinste Mengen von austretendem Erdgas können dadurch sofort bemerkt werden. Mit der Odorierung erfüllen wir die vorgeschriebenen Sicherheitsvorschriften zum Betrieb des Erdgasnetzes.»
Die Umstellung hat keine Auswirkungen auf die technischen Abläufe und die Nutzung von Erdgas. Sollte der Geruchsstoff einmal einer Hamburgerin oder einem Hamburger in die Nase steigen: Die Gas-Störungshotline der Hamburger Energienetze ist rund um die Uhr unter der Nummer 0800 - 103 55 00 erreichbar. Die Expertinnen und Experten der Hamburger Energienetze sind dann schnell vor Ort und beurteilen die Lage.