Gemeinsam Einstiegshürden überwinden
Hamburger Energienetze führen zwölf junge Menschen an die Ausbildung heran
Hamburg-Bramfeld. Der Einstieg ins Berufsleben läuft nicht immer glatt. Während rund 60 Nachwuchskräfte Anfang September bei den Hamburger Energienetzen eine Ausbildung oder ein duales Studium starteten, scheitern manche junge Menschen an schlechten Schulnoten oder einem schwierigen sozialen Umfeld. Mit einem Praktikum zur Ausbildungsvorbereitung erhalten elf benachteiligte Schüler und eine Schülerin die Chance, sich dennoch für den Berufseinstieg zu qualifizieren.
Einblicke in die Welt der Elektrotechnik und ein Einstieg in die Metallbearbeitung helfen dabei den jungen Menschen, sich aus eigener Kraft aus dem einengenden Selbstbild von mangelnden Fähigkeiten und Interessen zu befreien. „Wir erleben in unseren Einstiegspraktika immer wieder, dass sich Jugendliche ihrer Fähigkeiten und damit ihrer Chancen bewusst werden,“ berichtet Ausbilder Raymond Frolik, der die Gruppe gemeinsam mit Manuel Pfaffenberger im Unternehmen betreut. „Schlechte Schulnoten oder eine Migrationsgeschichte treten in den Hintergrund, wenn junge Menschen praktisch an der Werkbank ihre Gestaltungsmöglichkeiten mit Strom und Material erleben.“
Kooperation mit Hamburger Berufsschulen
Kooperationspartner bei dem Programm sind die Berufsschulen Energietechnik Altona BEA (BS18), ITECH Elbinsel Wilhelmsburg (BS14) und Farmsen Medien-Technik (BS19). Sie stellen sicher, dass die Jugendlichen im Rahmen der dualen Ausbildungsvorbereitung ihre Schulpflicht erfüllen und zugleich schulische Defizite abbauen können. In der sechs Monate dauernden dualen Ausbildungsvorbereitung sind je zwei Tage pro Woche im Ausbildungszentrum der Hamburger Energienetze vorgesehen. Am Ende winkt die Chance auf einen Ausbildungsplatz. Doch nun beginnt zunächst eine kompakte Woche, in der die Jugendlichen sich untereinander und mit dem Unternehmen vertraut machen.
Karin Pfäffle, Sprecherin der Geschäftsführung und Arbeitsdirektorin der Hamburger Energienetze, sieht in der Einstiegsqualifizierung weit mehr als die Chancen für benachteiligte Jobeinsteiger: „Unser Unternehmen bildet die ganze Breite der Hamburger Bevölkerung ab. Daher wollen wir Wachstumspotenziale auch bei jenen freisetzen, die sonst wenig Chancen auf eine Ausbildung haben. In den vergangenen Jahren haben wir immer wieder gesehen, dass technische Berufe gerade hier Impulse für die eigene persönliche Entwicklung setzen können. Jedes Jahr finden so motivierte und fähige junge Leute einen Weg in eine Karriere bei uns, wenn die Einstiegshürden erst einmal überwunden sind.“
Pressefoto: Einstiegsqualifizierung
Start in die Berufswelt bei den Hamburger Energienetzen: Ausbilder Manuel Pfaffenberger (links) führt ein Dutzend Jugendliche an die Ausbildung heran. Foto: Hamburger Energienetze