FAQs Baustellen
Wir haben für Sie die häufigsten Fragen und Antworten zu unseren Baustellen und dem Status einzelner Baumaßnahmen zusammengetragen.
In den Klappboxen finden Sie jeweils Informationen aus den unterschiedlichen Bereichen. Wählen Sie einfach das für Sie interessante Themengebiet aus und erfahren Sie mehr.
Am liebsten arbeiten wir so, dass Sie nichts davon merken. Manchmal geht es aber nicht ganz ohne Lärm und Verkehrsbehinderungen. Dafür bitten wir um Ihr Verständnis. Wenn Sie Fragen und Anregungen haben, sprechen Sie uns gerne an oder nutzen Sie das Kontaktformular.
Allgemeine Fragen zu unseren Baustellen
Die Hamburger Energienetze sind der städtische Betreiber für die Strom-, Gas- und in Zukunft auch die Wasserstoffnetze in der Hansestadt. Zu den Kernaufgaben der Hamburger Energienetze zählen der Ausbau und die Modernisierung des Stromnetzes, eine sichere Gasversorgung und der Aufbau eines Wasserstoffnetzes.
Beim Stromnetz gilt es, die hohe Versorgungsqualität zu erhalten und sich auf mehr Einspeiser erneuerbarer Energien, auf Wärmepumpen und E-Auto-Ladestationen vorzubereiten. Die Digitalisierung hilft, steigende Leistungen zu steuern und zu integrieren, doch vielerorts werden leistungsfähigere Kabel und Transformatoren benötigt. Hamburgs Industrie kann ab 2027 über das Wasserstoff-Industrie-Netz große Teile der Produktion dekarbonisieren.
Wir bauen, um Hamburgs Haushalte und die Industrie immer nachhaltiger, aber stets sicher und zuverlässig mit Energie zu versorgen.
Unser Stromnetz ist über 30.300 Kilometer und unser Gasnetz rund 7.800 Kilometer lang. Diese Infrastrukturen versorgen praktisch jeden Winkel unserer Stadt mit Energie.
Da wir unsere Infrastruktur regelmäßig modernisieren, sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenso wie unsere Dienstleister in allen Stadtteilen unterwegs – von Rissen bis Altengamme, von Wohldorf-Ohlstedt bis Sinstorf.
Ganz ohne Einschränkungen geht es leider nicht. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten, die durch unsere Baustellen entstehen.
Bitte beachten Sie die Hinweisschilder vor Ort. Fuß- und Radwege können gesperrt sein und manchmal sind auch Änderungen in der Verkehrsführung notwendig. HVV-Fahrgäste erfahren durch Aushänge an den Haltestellen, wie sie trotz einer Baustelle ans Ziel kommen.
Besonders für Geschäfte, Restaurants und Hotels bringen Bauarbeiten eine große Belastung mit sich. Wir versuchen, die Erreichbarkeit für die Kundinnen und Kunden sicherzustellen und die Bauarbeiten so schnell wie möglich auszuführen.
Neben unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern arbeiten auch Dienstleister für uns, darunter viele Tiefbauunternehmen. Mit diesen Unternehmen arbeiten wir meist schon lange zusammen und haben sehr gute Erfahrungen gemacht. Vor dem Auftrag prüfen wir jedes Unternehmen sorgfältig.
Es gibt verschiedene Ursachen, warum Baustellen vermeintlich stillstehen. Häufig sperren wir die Arbeitsstelle großräumig ab, um die Verkehrsführung sicher zu gestalten. Auch Kälte, Regen oder Feuchtigkeit können die Arbeiten zum Erliegen bringen.
Und manchmal sind bautechnische Abläufe dafür verantwortlich: wenn zum Beispiel neue Straßenbeläge aushärten, schützt sie eine Absperrung vor Schäden. Grundsätzlich bemühen wir uns, alle Bauarbeiten zügig abzuschließen, so dass wir Störungen auf ein Minimum reduzieren.
Normalerweise versorgen wir Sie rund um die Uhr zuverlässig mit Energie. Nur in Ausnahmefällen müssen wir die Versorgung während der Bauarbeiten für kurze Zeit unterbrechen. Dann werden Sie selbstverständlich vorher informiert. Und wenn wir fertig sind, profitieren Sie von einem modernen Netz mit noch sicherer Versorgung.
Mit unseren Investitionen in das Netz sorgen wir dafür, dass die Strom- und Gasversorgung auch in Zukunft reibungslos funktioniert. Eine leistungsfähige, moderne Infrastruktur ist der Garant dafür, dass auch bei Ihnen Energie jederzeit zuverlässig bereitsteht. Und wir tragen dazu bei, dass Hamburg seine Klimaschutzziele erreichen kann.
Ob Sie Energie aus Ihrer Photovoltaikanlage ins Netz einspeisen oder Ihr Elektroauto an einer öffentlichen Ladesäule auftanken: die Voraussetzungen dafür haben wir geschaffen.
Es passiert immer mal wieder, dass Bäume unseren Hochspannungsleitungen zu nahekommen. Wir schneiden die Äste zurück, bevor Sie zu einem Problem für unsere Anlagen und damit für die Stromversorgung werden können. Bei unseren Baumaßnahmen führen wir bei Bedarf ebenfalls Baumschnittarbeiten durch.
Unser Ziel ist es, Baustellen nach Ende der Arbeiten sauber und ohne Schäden zu hinterlassen. Sollte es durch unsere Arbeit dennoch zu Schäden an Gehwegen, Straßen oder auch Gebäuden kommen, beseitigen wir diese selbstverständlich. Sie haben einen Schaden bemerkt? Setzen Sie sich bitte mit unserem Kundenservice per E-Mail an kundenservice-strom@hamburger-energienetze.de in Verbindung.
Wir investieren jährlich über 500 Millionen Euro, um unsere Netze auszubauen und zu modernisieren. Die Versorgungssicherheit steht für uns an erster Stelle. Den Anwohnerinnen und Anwohnern entstehen keine zusätzlichen Kosten, meist nicht einmal beim Erneuern von Hausanschlüssen. Hier werden wir uns rechtzeitig mit Ihnen in Verbindung setzen und das genaue Vorgehen besprechen.
Schon heute koordinieren wir unsere Baustellen mit anderen Akteuren der Stadt. Jedes Jahr gibt es in Hamburg eine Vielzahl von Baumaßnahmen, um die weit verzweigte Infrastruktur der Stadt zu erhalten. Dazu gehören Leitungen für Strom, Gas, Telefon, Wasser und Fernwärme, aber auch Straßen, Brücken oder Schienen.
Das Programm ROADS – Roadwork Administration and Decision System – hilft dabei. Gemeinsam arbeiten wir hier digital zusammen, um mehrere Maßnahmen zu synchronisieren, wo immer das geht. ROADS ist eine Baustellen-Datenbank, mit der wir sämtliche aktuelle und künftige Bauarbeiten in und um Hamburg melden und bei Bedarf mit anderen Projekten vernetzen. So arbeitet bei der Elbchaussee-Sanierung und an der Wellingsbütteler Landstraße gleich ein halbes Dutzend Akteure an der gleichen Baustelle. Das spart Zeit und entlastet die Bürgerinnen und Bürger.
Wir verwenden ausschließlich umweltschonende und zertifizierte Materialien. Denn als verantwortungsbewusstes kommunales Infrastrukturunternehmen ist es unser Ziel, unsere Umwelt sowie die Bürgerinnen und Bürger vor Gefahren zu schützen.
Natürlich gibt es auch „Altlasten“ unter der Erde, also Jahrzehnte alte Materialien, die von Vorgängerunternehmen eingesetzt wurden. Hier nutzen wir moderne Verfahren, um mögliche Umweltrisiken so klein wie möglich zu halten, indem wir entsprechende Materialien entfernen oder unschädlich machen.
Fragen zu unseren Strom-Baumaßnahmen
Hamburg steht niemals still. Unsere Stadt wächst und unsere Industrie braucht neue Energie. Eine zuverlässige Versorgung ist unser Auftrag und daran arbeiten wir mit vollem Einsatz. Stück für Stück modernisieren und ertüchtigen wir das Stromnetz, damit es heute und in Zukunft den Anforderungen gewachsen ist.
Manche Kabel stammen noch aus den 1950er- bis 1970er-Jahren. Zusätzlich bauen wir neue Netzstationen und Umspannwerke, damit Hamburg auf Wachstumskurs bleibt.
Ob HafenCity, Mitte Altona oder Oberbillwerder: Alle neuen Quartiere werden in unser Netz integriert. Und alle Projekte verbindet eine Idee: Die schönste Stadt der Welt für die Zukunft fit zu machen.
Wenn es zu einem Stromausfall kommt, kümmern wir uns sofort um das Problem.
Unsere Fachleute können unter anderem mit modernsten Überwachungseinrichtungen Störungen zügig lokalisieren und die Ursache anschließend beheben. Wir versprechen unseren Kundinnen und Kunden, Versorgungsunterbrechungen innerhalb von drei Stunden abzustellen. Falls uns das einmal nicht gelingt, leisten wir eine Kulanz-Zahlung.
Viele der Kabel, die wir jetzt in den Ruhestand schicken, stammen aus den 1950er- bis 1970er-Jahren. Von den alten Leitungen gehen keine Gefahren aus. Wir ersetzen sie durch neue, um Störungen vorzubeugen. Die neuen Materialien sind langlebiger und widerstandsfähiger. So verringern wir das Risiko von Stromausfällen, damit wir Sie immer zuverlässig versorgen können.
Wie lange wir auf einer Baustelle arbeiten, hängt vom Umfang der anfallenden Arbeiten ab. Wann die Bauarbeiten voraussichtlich abgeschlossen sein werden, können Sie hier einsehen. Bei längeren Baumaßnahmen informieren wir betroffene Anwohnerinnen und Anwohner rechtzeitig.
In unserer Übersicht werden aktuelle Baustellen angezeigt, die größer als 30 Meter sind. Sehr kurzzeitige Baumaßnahmen, zum Beispiel bei Stromausfällen oder Beschädigungen der Kabel, nehmen wir nicht mit auf.
In der Regel kündigen wir unsere Bauarbeiten und mögliche Einschränkungen mit Anliegerinformationsschreiben frühzeitig an. Die Anwohnerschreiben finden Sie auf unserer Webseite. Bei sehr umfangreichen Arbeiten stehen wir betroffenen Bürgerinnen und Bürgern auf Informationsveranstaltungen auch persönlich Rede und Antwort.
Im Normalfall halten wir die Termine, die wir bekanntgeben, auch ein. Manchmal macht uns aber zum Beispiel das Hamburger Schietwetter einen Strich durch die Rechnung. Die aktuellsten Informationen können Sie der Übersicht der Baustellen auf unserer Webseite entnehmen.
Fragen zu unseren Gas-Baumaßnahmen
Wir planen derzeit keine größeren Baumaßnahmen für die Versorgung von Haushalten mit Erdgas. Bei unseren aktuellen Maßnahmen handelt es sich um Folgepflichtmaßnahmen. Das sind Veränderungen am Netz, die aufgrund von Straßen- und Gebäudeveränderungen notwendig sind. Hierdurch können wir den bestehenden Gasnetzbetrieb aufrechterhalten und die Versorgungsqualität sicherstellen.
Neue Gasleitungen bauen wir aktuell für das Hamburger-Wasserstoff-Industrienetz, auch HH-WIN genannt.
Aufgrund der Wärmewende verliert das Erdgasnetz an Bedeutung und wird nicht weiter ausgebaut. Die Erneuerung einzelner sehr alter Gasleitungen erfolgt an den wenigen Standorten, an denen sich bei der regelmäßigen Überprüfung Leitungsschäden zeigen. Diese Maßnahmen sind wichtig, um die Integrität des bestehenden Gasnetzes zu erhalten und Gasaustritte vorzubeugen. Details zu den spezifischen Standorten geben wir rechtzeitig bekannt.
Nehmen Sie bitte Kontakt mit unserem Kundenservice per E-Mail an kundenservice-gas@hamburger-energienetze.de auf.
Fragen zu unseren Wasserstoff-Baumaßnahmen
Das Hamburger Wasserstoff-Industrie-Netz (HH-WIN) ist ein zukunftsweisendes Projekt zur Dekarbonisierung der energieintensiven Industrien in Hamburg.
Mit einer geplanten Länge von rund 60 Kilometern wird dieses Wasserstoffnetz südlich der Elbe praktisch alle großen und energieintensiven Industrieunternehmen mit Wasserstoff versorgen. In Zusammenarbeit mit der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft bereiten wir die klimaneutrale Energieversorgung im Hafen vor.
Das Ziel des Projekts: aktiv zur Reduktion des CO2-Ausstoßes in Hamburg beizutragen. Bereits 2032 kann Wasserstoff die Treibhausgasemission um 1,4 Mio. Tonnen pro Jahr senken. Neben dem Ersatz von Erdgas wird die Wasserstoffwirtschaft aber auch in vielen Bereichen der Mobilität eine Rolle spielen.
Hamburg bringt mit HH-WIN die gesamte Wasserstoff-Wertschöpfungskette in die Gebiete rund um den Hafen. Hier wird künftig Wasserstoff produziert, transportiert, eingesetzt und ins deutsche Netz eingespeist. Weitere Infos zum Projekt finden Sie hier.
Ein Großteil der in Hamburg liegenden Erdgasleitungen ist prinzipiell auch für Wasserstoff geeignet. Jedoch werden während der Wasserstoff-Hochlaufphase im Netzgebiet vom Hamburger Wasserstoff-Industrie-Netz (HH-WIN) beide Infrastrukturen parallel gebraucht. Denn die Industrie kann nicht alle Prozesse gleichzeitig von Erdgas auf Wasserstoff umstellen kann.
Wir rechnen ab den 2030er Jahren damit, dass wir einen Teil des bestehenden Erdgasnetzes auch für den Wasserstofftransport einsetzen können. Davor werden die Leitungen aber noch für den Erdgastransport benötigt.
Eine generelle Antwort auf diese Frage können wir leider nicht geben. Die Dauer hängt von den örtlichen Gegebenheiten, der Größe des Bauvorhabens und möglichen Sonderbauten ab.
Bitte schicken Sie Fragen zu einzelnen Leitungsabschnitten an die Mailadresse hh-win@hamburger-energienetze.de.
Wenn Sie als Industrieunternehmen oder Gewerbebetrieb an einem Anschluss interessiert sind, bitte wir Sie, Ihre Anfrage per E-Mail an hh-win@hamburger-energienetze.de zu senden.
Wir prüfen dann, in welcher Ausbauphase des Netzes ein Anschluss Ihres Standorts möglich ist.
Industrieunternehmen sind aufgrund ihrer Bedeutung bei der Emissionssenkung die ersten Verbraucher, die an deutsche Wasserstoffnetze angeschlossen werden. Für den Einsatz in der Gebäudewärme ist grüner Wasserstoff heute noch zu teuer. Entsprechend erproben wir diese Anwendung lediglich in einem kleinen Pilotgebiet.
Mit dem Ziel, den Aufwand einzuschätzen und möglicherweise nach dem Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft eine entsprechende Option anbieten zu können.
Alle wichtigen Informationen zum Projekt finden Sie auf der Webseite. Alternativ können Sie sich per E-Mail an hh-win@hamburger-energienetze.de wenden.